Nachhaltigkeit

Rund 25 Prozent der Treibhausgasemissionen in der Schweiz werden von der Bau- und Immobilienbranche verursacht. Bis 2050 strebt der Bundesrat eine Schweiz ohne Treibhausgasemissionen an. Dementsprechend sind die Anstrengungen des Immobiliensektors, die zur Zielerreichung beitragen, essenziell. Wichtig dabei ist die Berücksichtigung sämtlicher Aspekte über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Von der Wahl nachhaltiger Materialien bereits in der Planungsphase, über die Reduktion von grauer Energie in der Erstellung bis hin zum möglichst klimaneutralen Betrieb von Gebäuden. Neben ökologischen, spielen auch soziale und ökonomische Aspekte eine wichtige Rolle.

Charta

Wir haben für unsere erste Anlagegruppe «FLM für klimafreundliche Immobilien» eine Charta entwickelt, die zu klaren Massnahmen verpflichtet und die ESG-Integration ebenso umfasst wie die strategischen Themen CO2-Emissionen, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Wärmeinseln sowie Komfort und Gesundheit. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie verpflichten wir uns für sämtliche Wohn- und Büroimmobilien zu einem GRESB Reporting (Global Real Estate Sustainable Benchmark). Daraus resultierende Erkenntnisse werden als Massnahmen zur Sicherung der Werterhaltung der Immobilienanlagen umgesetzt. Zudem werden wir unsere Wohn- und Büroimmobilien entsprechend dem Standard des SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) realisieren und bis 2035 mehr als 75 Prozent unserer Gebäude mit mindestens SNBS Gold als Qualitätssiegel zertifizieren lassen.

Themenbereiche der Charta

CO2-Bilanz & Energie-Effizienz

Unsere Ambition ist es, für die Anlageimmobilien der «FLM für klimafreundliche Immobilien» den CO2-Ausstoss in der Erstellungsphase (graue Energie) zu reduzieren, und bis 2035, das heisst mit 15 Jahren Vorsprung gegenüber der Zielsetzung der SIA 2040 / 2017 – Merkblatt Effizienzpfad Energie, ausgeklammert werden die diesbezüglichen Zielwerte zur Mobilität – ein Portfolio auszuweisen, das im Durchschnitt die Zielwerte der SIA 2040 / 2017 erfüllt. Für die im Fokus der «FLM für klimafreundliche Immobilien» stehenden Wohnneubauten ist dieser Wert für Treibhausgasemissionen bei 9 kg/m2 Energiebezugsfläche (EBF) pro Jahr definiert.

Weiter haben wir uns zum Ziel gesetzt, für die Anlageimmobilien der «FLM für klimafreundliche Immobilien» den CO2-Ausstoss in der Betriebsphase zu minimieren. Wir wollen bis 2030 mit 20 Jahren Vorsprung gegenüber der Zielsetzung der SIA 2040 / 2017 ein Portfolio ausweisen, das im Durchschnitt die Zielwerte der SIA 2040 / 2017 (Merkblatt Effizienzpfad Energie) erfüllt. Für die im Fokus der «FLM für klimafreundliche Immobilien» stehenden Wohnneubauten ist dieser Wert für Treibhausgasemissionen bei 3 kg/m2 Energiebezugsfläche (EBF) pro Jahr definiert. Im Vergleich dazu beliefen sich die Emissionen des Schweizer Immobilienbestands 2022 im Durchschnitt auf 17 kg/m2 EBF pro Jahr*.

*Schweizer Immobilienfonds: Nachhaltigkeit im Vergleich, Immobilien und Nachhaltigkeit
Maciej Skoczek, UBS Switzerland AG, April 2022

Kreislaufwirtschaft & Ressourcenmanagement

Auf diesem Gebiet werden folgende Indikatoren erfasst: die Abfallverwertung – das heisst die Volumenbegrenzung und Wiederverwertung – die Zirkularität des Gebäudes – insbesondere dessen bessere Flexibilität und Demontierbarkeit – wie auch die Zirkularität der verwendeten Materialien, also deren Wiederverwendung (re-use) und deren verlängerte Lebensdauer.

Biodiversität & Wärmeinseln

Bezüglich dieses Themenbereiches werden die Biodiversität (biologische Vielfalt) und die ökologische Kontinuität, die Vermeidung von Wärmeinseln in urbanen Regionen und die Gewährung des Wasserkreislaufes als Beitrag zur Klimaresistenz als Indikatoren festgelegt.

Komfort & Gesundheit

Drei Indikatoren werden bei dieser Thematik festgelegt und deren Verbesserungsmassnahmen weiterverfolgt, nämlich die Auswirkungen der Baustelle auf die Umgebung, das Gesundheits- und Sicherheitsniveau auf der Baustelle und die sozialen Auswirkungen der Immobilie.